Im alten China nahm der Schlaf eine wichtige Rolle im Alltag der Chinesen ein. Er galt als Fundament eines gesunden Körpers: «Wer eine Nacht nicht schläft, dessen Körper kämpft hundert Tage mit den Folgen». Kein Wunder, dass die chinesische Harmonielehre Feng-Shui uns genau sagt, wie wir unser Schlafzimmer einrichten sollten. Um ein Schlafzimmer nach Feng-Shui einzurichten, braucht es weniger, als man denkt.

Die Sonne des Schlafuniversums: Das Bett

Das zentrale Möbelstück in jedem Schlafzimmer ist das Bett. Diesbezüglich rät uns die Feng-Shui-Lehre, dessen Kopfteil an eine stabile, fensterlose Wand zu stellen. Die Wand sollte nicht nur stabil, sondern auch ruhig sein. Ergo sollte man darauf achten, dass keine Wasser- oder Heizungsleitungen in ihr verlaufen. Durch das Rauschen kann der Schlaf möglicherweise gestört werden, was es zu verhindern gilt. Wer keine Möglichkeit hat, sein Bett an eine Wand zu stellen, braucht ein solides Kopfteil, etwa aus Massivholz.

Die Stelle, an der das Bett steht, ist für einen gesunden Schlaf ebenfalls entscheidend. Die Chinesen raten, es nicht direkt zwischen Fenstern und Tür zu platzieren, ansonsten liefert man sich dem sogenannten «Qi-Durchzug» aus. Aus demselben Grund sollte das Fussteil des Betts auch nicht direkt auf die Tür zeigen.

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlafzimmer. Demnach muss das Schlafzimmer mit viel Sorgfalt eingerichtet werden. Reduzierte Einrichtung, sanfte Farben, Ordnung, liebevoll ausgesuchte Möbelstücke – so lautet das Rezept für ein harmonisches Zimmer, in dem jeder seinen Weg ins Land der Träume finden kann.

 Benjamin Gottschalk