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Der Weg zum richtigen Bett

Ein Ratgeber

Zwei Drittel seines Lebens verbringt der Mensch im Schlaf. Dann regeneriert sich unser Körper, und unser Unterbewusstsein verarbeitet die täglichen Eindrücke und Prozesse. Leidet der Mensch unter chronischen Schlafstörungen, wirkt sich dies nachhaltig auf seine Gesundheit und Lebensqualität aus. Zu den kurzfristigen Folgen von Einschlaf- und Durchschlafstörungen zählen Müdigkeit, verringerte Leistungsfähigkeit, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Konzentrationsprobleme und Mühe bei der Organisation des täglichen Lebens. Die Langzeitfolgen sind gravierend: Wer an chronischen Schlafstörungen leidet, hat lange Zeit mit Depressionen, einem erhöhten Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen, Übergewicht und einem geschwächten Immunsystem zu kämpfen, was die Anfälligkeit für Infektionen erhöht.

Wenn als Auslöser für Schlafstörungen Stress, üppiges Abendessen, Lärm, Erkrankungen und sonstige «Schlafräuber» ausgeschlossen sind, sollte vielleicht die Qualität des eigenen Betts unter die Lupe genommen werden. Eine den persönlichen Schlafbedürfnissen angepasste Matratze ist von grosser Wichtigkeit. Eine falsche oder alte Matratze kann nämlich neben Schlafstörungen auch andere körperliche Beschwerden verursachen: Rückenschmerzen oder Verspannungen im Nacken sind erste Hinweise dafür, dass die Matratze den Körper nicht unterstützt und somit kaum der Erholung dient, weshalb sie ausgewechselt werden sollte. Matratzen, die länger als acht Jahre im Gebrauch waren, sollten allein schon aus hygienischen Gründen ersetzt werden.

Ist die Zeit reif für ein neues Bettsystem, empfiehlt es sich, für die Wahl der richtigen Elemente wie Bettgestell, Lattenrost, Matratze sowie Bettdecke und Kissen genügend Zeit und Geld zu investieren, damit die Schlafqualität gewährleistet ist. Man sollte sich dabei stets vor Augen halten, dass mit dem Kauf einer neuen Matratze in die Schlaf- und somit indirekt auch in die Lebensqualität der nächsten Jahre investiert wird.

Zuallererst gilt es, die persönlichen Schlafbedürfnisse herauszufinden. Je besser man seinen Körper, seine Schlafgewohnheiten und seine persönlichen Schlafvorlieben kennt, umso einfacher gestaltet sich der Bettenkauf. Notieren Sie sich auf einem Merkblatt wichtige Stichpunkte zu Ihrem Körper und Ihren individuellen Schlafgewohnheiten sowie allenfalls alle wichtigen Eigenschaften, die Ihre ideale Matratze haben sollte.


Folgende weitere Punkte sollten beim Kauf einer neuen Matratze ebenfalls berücksichtigt werden:

  1. Treffen Sie Ihre Auswahl nach Ihrer Körpergrösse und Ihrem Gewicht. Ein zu kleines Bett raubt Ihnen die Bewegungsfreiheit, ein instabiles wird einer schweren Person keine Unterstützung bieten können.

  2. Planen Sie genügend Zeit ein, die Matratzen zu testen und Probe zu liegen.

  3. Der Lattenrost sollte die Matratze in optimaler Weise ergänzen. Es empfiehlt sich daher, Matratze und Lattenrost zusammen zu kaufen und aufeinander abzustimmen, da sie sich ansonsten in ihrer Wirkung aufheben.

  4. Der Preis sollte keine zu grosse Rolle spielen. Sie investieren mit dem Bett schliesslich auch in Ihre künftige Gesundheit, was Ihnen viele Arztbesuche ersparen kann.

  5. Lassen Sie sich von einem Experten ausführlich beraten. Dieser kennt sich im Bettendschungel bestens aus und wird Sie über die Unterschiede zwischen Luftkernmatratzen, Kaltschaummatratzen, viskoelastischen Matratzen, Gelbetten und Wasserbetten sowie deren Vorteile bestens aufklären.

  6. Ist das Bett für zwei Personen bestimmt, so muss es auf die Bedürfnisse beider zugeschnitten sein. Die Schlafgewohnheiten des einen könnten sich unter Umständen negativ auf die Schlafqualität des anderen auswirken. Bereits ein grosser Gewichtsunterschied zwischen den Partnern kann dem leichteren Partner Mühe beim Einschlafen auf der gemeinsamen Matratze bereiten. Ein Bett mit zwei Matratzenelementen oder getrennte Betten im gemeinsamen Schlafzimmer sollten in Betracht gezogen werden, wenn einer der Partner zu sehr unter den aktuellen Schlafverhältnissen leidet.

  7. Vergessen Sie nicht, dass Kopfkissen und Bettdecke ebenso viel zu optimalen Schlafbedingungen beitragen wie das Bett selbst. Es lohnt sich auch bei der Anschaffung von neuen Bettwaren, sich einige Gedanken über die persönlichen Schlafpräferenzen zu machen.

Rüya Tastan

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Schlafen, schlummern und träumen nach Feng-Shui

Tipps und Tricks

Im alten China nahm der Schlaf eine wichtige Rolle im Alltag der Chinesen ein. Er galt als Fundament eines gesunden Körpers: «Wer eine Nacht nicht schläft, dessen Körper kämpft hundert Tage mit den Folgen». Kein Wunder, dass die chinesische Harmonielehre Feng-Shui uns genau sagt, wie wir unser Schlafzimmer einrichten sollten. Um ein Schlafzimmer nach Feng-Shui einzurichten, braucht es weniger, als man denkt.

Die Sonne des Schlafuniversums: Das Bett

Das zentrale Möbelstück in jedem Schlafzimmer ist das Bett. Diesbezüglich rät uns die Feng-Shui-Lehre, dessen Kopfteil an eine stabile, fensterlose Wand zu stellen. Die Wand sollte nicht nur stabil, sondern auch ruhig sein. Ergo sollte man darauf achten, dass keine Wasser- oder Heizungsleitungen in ihr verlaufen. Durch das Rauschen kann der Schlaf möglicherweise gestört werden, was es zu verhindern gilt. Wer keine Möglichkeit hat, sein Bett an eine Wand zu stellen, braucht ein solides Kopfteil, etwa aus Massivholz.

Die Stelle, an der das Bett steht, ist für einen gesunden Schlaf ebenfalls entscheidend. Die Chinesen raten, es nicht direkt zwischen Fenstern und Tür zu platzieren, ansonsten liefert man sich dem sogenannten «Qi-Durchzug» aus. Aus demselben Grund sollte das Fussteil des Betts auch nicht direkt auf die Tür zeigen.

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlafzimmer. Demnach muss das Schlafzimmer mit viel Sorgfalt eingerichtet werden. Reduzierte Einrichtung, sanfte Farben, Ordnung, liebevoll ausgesuchte Möbelstücke – so lautet das Rezept für ein harmonisches Zimmer, in dem jeder seinen Weg ins Land der Träume finden kann.

 Benjamin Gottschalk

Nervöse Beschwerden

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